Vita
1938 geboren in Potsdam
1956-1960 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg, Diplomabschluß
1966, 1967 und 1968 Malerei bei Emilio Vedova in Salzburg
1967 Gruppe Cordoba
1966-1972 fünf Beteiligungen an Landesschauen Bildender Künstler Schleswig-Holsteins (BBK S-H) in der Kunsthalle zu Kiel
1970-1971 Teilnahme am Projekt "Spielen" mit einem kombinatorischen Raumobjekt im Kunsthaus Hamburg (Kat.)
weitere Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen
u.a. in Kiel (Brunswiker Pavillon), Göttingen (Kunsthaus), Oldenburg i. Oldenburg (Landesmuseum), Teheran (Goethe-Institut)
1974 -1979 Aufenthalt im Iran
Reisen im Iran, in Afghanistan, Pakistan, Indien, Ladakh, Nepal
seit 1979 Freiluftatelier auf dem Peloponnes
seit 1993 Atelier in Lübeck
Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK) Schleswig-Holstein und der Gemeinschaft Lübecker Künstler
Einzel- und Doppelausstellungen
1996 Künstlerzentrum Lübeck
1997 Palais Quasi non possidentes, Glückstadt
1998–2003 Museumskooperation mit Dieter Ohlhaver "face to face" (Katalog): Bayerisches Staatsministerium, München; Schloß Reinbek; Textilmuseum Neumünster; Museum Historisches Rathaus Mölln; Museum Bad Schwartau; Ostholstein-Museum Eutin; Museum im Kulturzentrum Rendsburg; Kunstverein Heide
2003 und 2008 Kulturkreis Torhaus Wellingsbüttel, Hamburg
Ausstellungsbeteiligungen
seit 1993 an 15 Jahresschauen Lübecker Künstler im Kulturforum Burgkloster zu Lübeck, bzw. 1998 und 2005 in der Landesbibliothek Kiel
an BBK-SH Landesschauen:
2004 im Ernst Barlach Museum Wedel
2005 im Kulturforum Burgkloster zu Lübeck
2007 im Landeskulturzentrum Schloß Salzau
2005, 2006, 2007 Beteiligung an der Nord Art KiC, Büdelsdorf/Rendsburg
Statement
Es geht der Malerin nicht um Eindeutigkeiten, nicht um Festlegungen, vielmehr um ihr Gegenteil, um die Darstellung dynamischer Prozesse, wie dies im immer wiederkehrenden Werktitel NATURE VIVANTE sich andeutet - einer Art Gegentitel zum gängigen "Nature morte", - um Erleben, das nach beiden Zeitenden offen steht und um dessen Versinnlichung. Es ist dies eine Arbeit zwischen Spannung und Getriebensein, in der alle erfahrbaren Wirklichkeitspartikel in vegetativ anmutende, florale Strukturen übersetzt werden, die an Gräser erinnern, an auffächernde Farne, feingliedrig weich und windgefächelt. Ebenso begegnen kristalline Gebilde wie Eis, die dennoch ganz Bewegung sind, in plötzlicher Erstarrung gefangen.
Die Bausteine und Webmuster der Natur werden aufgesucht, die Grundmuster des Lebens werden zu ihren Anfängen verfolgt. Festgehalten ist der Moment, in dem sich das Chaos zu lichten beginnt und in eine versteckte Ordnung überführt wird.
Bernd M. Kraske (im „Katalog face to face")
germa.ohlhaver@gmail.com
0451 208117