GEDOK - Gemeinschaft der Künstler und Kunstförderer e.V.
 

Birgit Bornemann

Heimweh 2011, Kloster Cismar

ATELIER BREITE STRASSE
Breite Straße 70 | 22767 Hamburg

www.birgit-bornemann.de

 

Vita

1973  

geboren in Heidelberg, lebt in Norderstedt und arbeitet in Hamburg

1993 – 1999  

Studium der Freien Kunst (Bildhauerei, Film und Fotografie) an der Kunstakademie Düsseldorf 

1999

Akademiebrief (Diplom)

Meisterschülerin der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. David Rabinowitch 

Mehrmonatiger Arbeitsaufenthalt in Bogotá / Kolumbien

 

Statement

Meine Kunst ist durch eine Liebe für das Detail, das Nichtoffensichtliche und eine teils grafisch abstrahierende, teils malerisch wirkende Herangehensweise gekennzeichnet.

Ich nutze die Fotografie nicht nur zur reinen Aufnahme. Die Arbeiten sind ein Zusammenspiel von Schichtung, Überlagerung und Ablichtung bereits vorhandenen Materials bis zur Unkenntlichkeit der ursprünglichen Darstellung. Diese poetische Herangehensweise bedient sich genauso der Materialität von Foto und Film, als sie auch die Eigenschaften jener auslotet, um der Ursprünglichkeit näher zu kommen.

Neben der lyrischen Abstraktion beschäftigt mich die Absurdität des Alltäglichen, welche ich in einen neuen Zusammenhang setze. Mein Interesse gilt ebenso dem kurios anmutenden Moment des Unfertigen, der durch Zufall beim Bau oder Abriss von Gebäuden entstehen kann, als auch einem Sessel im Wald beispielsweise, da durch ihn ein neuer Ort ungewollt hervorgerufen wird.

Zur Verdopplung der Bildwirkung kombiniere ich im Einzelfalle die Fotografie mit der Zeichnung. Nach meiner Vorstellung von der Reduktion auf das Wesentliche erfolgt schließlich die Umsetzung entweder in Schwarzweiß oder in Farbe, als Trägermaterial dient dabei grundsätzlich Fotopapier (PE, Baryt und Fine Art).

Meine jüngeren Arbeiten, fotografische Inszenierungen, lassen die Motive auch auf anderen Untergründen sichtbar werden. Ich beziehe durch ihre Projektion den Raum mit ein und setze mich mit dessen Historie auseinander, so 2011 in der Ausstellung "sehn:::sucht" in der Hamburger Galerie xpon-art sowie im Kloster Cismar mit "Fern- und Heimweh" und 2010 in der Schleswiger Galerie Auf der Freiheit zum Thema "TRäume" mit der dänisch-deutschen Rauminstallation "Sleep" und "Hirngespinst". Desgleichen habe ich im selben Jahr für das Ausstellungsprojekt "Verwehte Orte" der Kunststiftung HSH Nordbank im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf in Schleswig die großformatige, fotografische Serie "norderstedtisch" realisiert.

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